Durch Euphemismen werden klare Fakten durch verschleiernde Worte ersetzt und somit wird die Realität verharmlost. Das ist problematisch, weil somit eine Situation dadurch verbessert oder verschönert dargestellt wird als sie eigentlich ist. Durch Euphemismen wird somit ein völlig falsches Bild der Realität vermittelt. Zusätzlich bekommen immer mehr Wörter einen negativen Bedeutung durch Euphemismen, weil der Beigeschmack der versuchten Sprachmanipulation immer mitempfunden wird.
Verwendung: In politischen Diskussionen werden oft beschönigende Ausdrücke verwendet, damit bestimmte Themen weniger negativ erscheinen. Dadurch sollen Maßnahmen oder Entscheidungen angenehmer und akzeptabler wirken, obwohl sie häufig Kritik auslösen oder Nachteile mit sich bringen.
Verwendung: In literarischen Werken werden beschönigende Formulierungen genutzt, um belastende oder persönliche Themen indirekt darzustellen. Dadurch wirken ernste Situationen oft gefühlvoller, eleganter oder weniger hart. Häufig entstehen dabei bildhafte Ausdrücke, die dem Text mehr Tiefe und Emotionalität verleihen.
Beispiele:
1.„Er ist von uns gegangen.“
statt: „Er ist gestorben.“
→ Das Sterben wird nicht direkt erwähnt, sondern als Abschied beschrieben. Dadurch wirkt die Aussage ruhiger und mitfühlender.
2. „Sie erwartet Nachwuchs.“
statt: „Sie ist schwanger.“
→ Die Situation wird höflich und zurückhaltend ausgedrückt, ohne das Thema offen anzusprechen.
3.„Er fand seinen Frieden.“
statt: „Er beging Suizid.“
→ Die Handlung wird nicht eindeutig benannt, sondern in eine friedliche und emotionale Vorstellung verpackt. Dadurch erscheint die Szene weniger hart und tragisch.
In Marketing und Werbung werden oft beschönigende Ausdrücke verwendet, damit Produkte, Preise oder Maßnahmen positiver wirken. Dadurch sollen Angebote attraktiver erscheinen und Kunden eher zum Kauf überzeugt werden, obwohl manchmal Nachteile oder zusätzliche Kosten dahinterstehen.
Verwendung: Um heikle Themen (zum Beispiel Krankheit), peinliche mit Scham verbundene Situationen und um unangenehme Situationen höflicher auszudrücken.
Beispiele:
„Ihm ist etwas auf den Magen geschlagen" statt: „Mich hat es verändert"
Ein Klarwort ist ein Wort oder Ausdruck, der eine Sache, Person oder einen Sachverhalt eindeutig und direkt bezeichnet.
Ein Hüllwort ist ein ungenauer, allgemeiner Begriff, der wenig konkrete Information enthält und oft erst durch den Zusammenhang genauer verständlich wird.
Jedes Jahr wird aufs Neue ein Unwort des Jahres gewählt. Der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser hat diese sprachkritische Aktion 1991 ins Leben gerufen und bis 1994 übernahm die GfdS (Gesellschaft der Deutschen Sprache) die wahlen dafür. Aufgrund unterschiedlicher Vorgensweisen und Zielen hat sich die Jury 1994 selbstsändig gemacht und gibt jetzt politisch und institutionell unabhängig das wort des Jahres bekannt. Die Jury besteht aus vier Sprachwissenschaftler:innen, ein/eine Journalist:innen und einem hinzugewählten jährlichen Mitglied. Das wort wird unabhängig von der Allgemeinheit entschieden, möglich ist es jedoch Vorschläge für Wörter bis zum 31.12 pair e Mail mit Begründung und Quelleangabe an die email: vorschauge@unwortdesjahres.net zu schicken oder über das Online Formular auf deren Website. Das Ziel der Aktion ist es das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität zu fördern. Somit wird der sprachkritische Blick auf Wörter und Formulierungen in der öffentlichen Kommunikation geleitet, welche das Prinzip der Menschenwürde verstoßen oder gegen die Grundsätze der Demokratie. Außerdem können sie auch gesellschaftliche Gruppen diskriminieren, stigmatisieren (negativ kennzeichnen und ausgrenzen) und diffamieren (jemanden verunglimpfen) und Ereignisse oder Situationen euphemistisch wiedergeben um somit die Realität verschleiern.
Tote Frau im Fluss - Identität unklar POLIZEI Keine Hinweise auf Fremdverschulden - Keine Vermisstenanzeige Geschrieben von: VON ANJA BIEWALD UND ANNIKA SCHMIDT
OLDENBURG - Eine tote Frau wurde am Freitagabend in der Haaren, einem Nebenfluss der Hunte, am Uhlhornsweg in der Stadt Oldenburg entdeckt. Wer war die Frau? Das ist weiter unklar. Auch bis zum Pfingstmontag konnte die Identität der Frau nicht geklärt werden.
Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte ein Sprecher der Polizei, dass es sich bei der Toten um eine ältere Frau handelt. Eine Vermissten-anzeige, die Rückschlüsse auf die Identität der Frau zulassen würde, sei übers Wochenende nicht eingegangen, so der Sprecher weiter. Auch hier habe sich kein Ermittlungsan-satz ergeben. „Es gibt keine weiteren Hinweise, sagte der Polizeisprecher.
Das gilt auch für die näheren Umstände, die zum Tod der Frau geführt haben. Nur so viel: Es gebe weiterhin keine Hinweise auf ein Fremdver-schulden.
Laut Mitteilung der Polizei hatten Passanten den leblosen Körper am Freitagabend um 20.30 Uhr in der Haaren am Uhlhornsweg gesehen und daraufhin
die Einsatzkräfte informiert. Die Leiche wurde aus dem Gewässer geborgen. Die Ermittlungen zur genauen Identifikation und Todesursache laufen und dauern weiter an. Nähere Angaben macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell nicht. Es wurde bisher seitens der Polizei keine Beschreibung der aufgefundenen Person veröffentlicht.
In der Antike glaubte man, das Wörter ein magische Kraft hätten. Wer das Böse beim Namen rief, lockte dieses an. Beispiel: Der Bär wurden von den Germanen ,,Honigfressser" genannt. Auch Götter wurden umbenannt.
Heute benutzt man Euphemismen häufig in der Politik, Zeitungen oder in den Narichten. Vor allen Dingen, wenn in der Politik einiges als verharmlost dargestellt wird. Zum Beispiel wenn es um das Einmischung in einem Krieg geht. Dies wird oft als Friedensmission bezeichnet. Auch das Wort Jahrhundertereignis ( womit z.b eine Naturkatastrophe gemeint ist, wie eine Überschwemmung.) wir oft benutzt, statt zu sagen ,,durch den Menschen verursachten Klimawandel".