„Unwörter“ der letzten Jahre
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  • Jedes Jahr wird aufs Neue ein Unwort des Jahres gewählt. Der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser hat diese sprachkritische Aktion 1991 ins Leben gerufen und bis 1994 übernahm die GfdS (Gesellschaft der Deutschen Sprache) die wahlen dafür. Aufgrund unterschiedlicher Vorgensweisen und Zielen hat sich die Jury 1994 selbstsändig gemacht und gibt jetzt politisch und institutionell unabhängig das wort des Jahres bekannt. Die Jury besteht aus vier Sprachwissenschaftler:innen, ein/eine Journalist:innen und einem hinzugewählten jährlichen Mitglied. Das wort wird unabhängig von der Allgemeinheit entschieden, möglich ist es jedoch Vorschläge für Wörter bis zum 31.12 pair e Mail mit Begründung und Quelleangabe an die email: vorschauge@unwortdesjahres.net zu schicken oder über das Online Formular auf deren Website. Das Ziel der Aktion ist es das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität zu fördern. Somit wird der sprachkritische Blick auf Wörter und Formulierungen in der öffentlichen Kommunikation geleitet, welche das Prinzip der Menschenwürde verstoßen oder gegen die Grundsätze der Demokratie. Außerdem können sie auch gesellschaftliche Gruppen diskriminieren, stigmatisieren (negativ kennzeichnen und ausgrenzen) und diffamieren (jemanden verunglimpfen) und Ereignisse oder Situationen euphemistisch wiedergeben um somit die Realität verschleiern.
  • Linnea 17.06.2026, 10.06.2026
  • Quelle:unwortdesjahres.net