**Technische Voraussetzungen**
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Praktische Hinweise zur Aufnahme
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Aus der Praxis heraus möchte ich Ihnen diese Tipps geben:
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Sprechrollen werden am besten in ganz stillen Räumen eingelesen, wo nicht im Hintergrund die halbe Schule lärmt und der Gong stört.
Die Texte dürfen nicht mehr abgelesen werden, aber Spickzettel sind natürlich erlaubt. Man kann sich aus Stellwänden in Schulen leicht eine kleine Aufnahmekabine bauen und innen mit Eierkartonpappen isolieren, so erhält man einen "trockenen" Klang.
Unerwünschte Nebengeräusche lassen sich hinterher nahezu nicht mehr herausfiltern. Dazu gehören auch räumliche Klangcharakteristika wie z.B. Hall.
Hinzufügen lassen sich aber hinterher alle Geräusche und Effekte.
Sprechrollen müssen gut geübt werden und möglichst fehlerfrei eingesprochen werden. Versprecher lassen sich herausschneiden, besser ist es aber, man hat sie nicht in der Aufnahme.
Kinder mit weniger deutscher Sprachkenntnis können ebenso gut mitmachen, das kann ja ein Stilmittel sein!
Nicht zu nah ans Mikrofon, dann nimmt es auch die Luftstöße auf, die z.B. beim "P" deutlich entstehen. Man nennt das den "Popp-Effekt". Diese knallenden Windgeräusche zerstören die Aufnahme. Besser, das Mikrofon ist nahe am Mund, aber man spricht dicht dran vorbei oder verwendet einen Windschutz-Filter ("tote Katze") über dem Mikrofon.
Das Mikrofon sollte auch auf einem Stativ stehen und einen festen Stand haben. Ist es empfindlich, nimmt es nämlich auch die Berührungen durch die Hand als "Rumpeln" auf. -
Action. Mitunter muss das Mikro mobil eingesetzt werden, um schnelles Atmen, Geräusche und die Umgebung aufzuzeichnen.
Dann empfiehlt sich sicher wieder ein Windschutz und vielleicht eine Stange, an der das Mikrofon nahe an den Geräuschquellen mitgeführt werden kann, ohne dass es direkt berührt wird. -
Technische Hinweise:
Wenn die Wahl besteht, das Mikrofon bzw. das Aufnahmegerät manuell einzustellen, sollte man auf diese Dinge achten: -
- Mikrofonposition
Abstand: ca. 15–20 cm vom Mund, leicht seitlich, Pop-Schutz oder Schaumstoffaufsatz verwenden.
- Mikrofonposition
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- Pegel (Aufnahmepegel / Gain)
Den Eingangspegel so einstellen, dass die lauteste Stelle der Stimme knapp unter 0 dB bleibt
(z.B. bei -6 dB bis -12 dB).
Ein zu hoher Pegel führt zu Übersteuerung, geht in den "roten Bereich" und führt zu Verzerrungen. Die Aufnahme ist damit weitgehend unbrauchbar.
Ein zu niedriger Pegel führt zu unnötigem Rauschen.
Jedenfalls eine Probeaufnahme mit lauten und leisen Stellen machen! - Abtastrate & Bit-Tiefe
44,1 kHz / 16 Bit reicht für einfache Sprachaufnahmen und Hörspiele völlig aus und entspricht der CD-Qualität.
48 kHz / 24 Bit ist Standard im Film-/Videobereich und bietet mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung, ist fehlertoleranter. Wenn möglich, also lieber 48 kHz / 24 Bit wählen. - Filter
Mitunter lassen sich Aufnahmefilter aktivieren und einstellen. Das ist dann aber schon gehobenes Niveau.
Low-Cut-Filter (Hochpassfilter) kann man aktivieren, um tieffrequente Störgeräusche (Trittschall, Klimaanlage, Straßenlärm) zu reduzieren.
Kompressor/Limiter kann man aktivieren, um plötzliche Lautstärkespitzen abzufangen. Für Kinderstimmen oder spontane Sprecher ist das oft sinnvoll.
- Pegel (Aufnahmepegel / Gain)