21.12.2025: Wie ich mein erstes Date (fast nicht) überlebte
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Wie man (k)eine Freundin findet
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„Hast du gerade gefurzt?“ – so legt Tom los, um ein Mädchen auf einer Party kennenzulernen. Kein Wunder, dass Tom ohne neue Bekanntschaft, dafür aber bereits nach etwas mehr als einer Stunde die Party wieder verlassen muss. Ein paar Tage später ergibt sich eine neue Gelegenheit endlich eine Freundin zu ergattern. Toms beste Freundin Kira trennt sich von ihrem Freund. Aber: Kira will nicht. Rettung in höchster Not verspricht sich Toms Schwester von einer neuen Dating-App für Schüler:innen. Und damit Tom nicht wieder alles versaut, erstellt sie gemeinsam mit ihrem Freund Toms Profil. Aus Tom wird Tommy, der angeblich in einer Band spielt und nie lächelt – jedenfalls nicht auf Fotos. Tom soll hot sein und nicht süß oder gar kitschig. Tatsächlich ergeben sich Treffer und bald steht das erste Date mit Tanja an, die aussieht wie ein Model. Tom kann sein Glück kaum fassen, wird auf dem Date aber recht schnell eines Besseren belehrt.
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Pete Johnsons unterhaltsames „Wie ich mein erstes Date (fast nicht) überlebte“ bedient sich typischer Merkmale sogenannter Romcoms. Wunderbar ist der unbeholfene Tom, der zunächst für so manchen Fremdschäm-Moment sorgt und für den (erwachsene) Leser:innen trotzdem große Sympathie entwickeln, wenn sie sich noch daran erinnern können, wie furchtbar schwer es doch war (und immer noch ist) jemanden kennenzulernen. Amüsant wird es besonders immer dann, wenn Tom mal wieder die Welt nicht versteht und das sehr lakonisch auch zum Ausdruck bringt. Dass der Autor Tom erzählen lässt, ist eine gute Entscheidung, gibt es doch genug Romane dieser Sparte, die die weibliche Perspektive anbieten.
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Neben der Suche nach einer Liebesbeziehung bietet der Roman noch ein anderes großes Gesprächsthema an: Identität in den sozialen Medien. Das beginnt mit dem gefakten Profil Toms und setzt sich als Variation in der stetigen Dokumentation des eigenen Lebens mittels Selfies fort. Jugendliche Leser:innen werden sicherlich diverse Situationen aus der eigenen Lebenswelt wiedererkennen. Toms Irritation ob seiner eigenen neuen Persönlichkeit und der stetigen Knipserei Tanjas lässt vielleicht auch jugendliche Leser:innen innehalten und nachdenklich werden.
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Erschienen ist Johnsons Roman in der Reihe „super lesbar“ (Gulliver). Der Titel der Reihe ist Programm: Der geringe Textumfang (gerade mal 56 Seiten), viel Weißraum auf jeder Seite, die große, gut lesbare Schrift und einfache Sprache sind für schwache Leser:innen sehr gut zu bewältigen und sorgen für ein erfolgreiches Leseerlebnis. Dass dies zudem auch noch sehr lustig ist, ist ein Bonuspunkt!
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Pete Johnson: Wie ich mein erstes Date (fast nicht) überlebte. Weinheim: Gulliver von Beltz & Gelberg, 2022. Ab 13 Jahren.
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www.beltz.de LINK