10.12.22025: Oh nein!
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„Oh nein!“: ein textloses Bilderbuch rund um sich anbahnende Katastrophen
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Das Prinzip dieses kleinformatigen Bilderbuchs ist einfach: Auf jeweils einer Doppelseite werden zwei Dinge dargestellt, die oft auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber auf den zweiten Blick doch in Zusammenhang stehen. Diese entstammen unterschiedlichen Bereichen: eine Hand, die mit einem Messer eine Zwiebel zerschneidet, und tränende Augen, ein überlanger Hut und eine niedrige Tür, ein Radfahrer und ein Nagel, nackte Füße und Legosteine auf dem Boden sowie ganz zum Schluss: das vorliegende Bilderbuch und ein Regenschauer. Die Missgeschicke, die sich im Kopf der Betrachter:innen durch die Gegenüberstellungen ergeben, werden allein durch die Illustrationen erzählt und kommen gänzlich ohne Text aus. Sie verfügen über einen gewissen Witz und haben einen hohen Aufforderungscharakter, ins Erzählen zu kommen, weil man die sich anbahnende „Katastrophe" ahnt. Die Illustrationen sind reduziert und plakativ. Die Autorin hat die Skizzen dazu analog auf bunten Tonpapieren erstellt, diese gescannt und digital collagiert. Das Verbindende zwischen beiden Motiven ist die farbliche Gestaltung, die auf jeder Doppelseite jeweils zwei Farben umfasst. Das verwendete Papier ist sehr hochwertig.
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Das „Silent book" bietet viele Erzählanlässe und kann deshalb sehr gut zur Sprachförderung sowie zum Erzählen erster Geschichten eingesetzt werden. Es wäre auch denkbar, selbst weitere Paare zu erstellen und so das Buch „fortzuschreiben". Der Titel wurde für den „Serafina 2025" nominiert, einen Preis für Illustration, der von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur vergeben wird.
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Paulina Rauh: Oh nein! Mannheim: Kunstanstifter, 2025. Ab 4 Jahren.
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kunstanstifter.de LINK