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Geschlechtergerechter Sprachgebrauch

Frieda Rademacher

Quiz

An welche Person denkst du wenn du den Begriff Feuerwehr hörst?

An welche Person denkst du wenn du den Begriff Kosmetikstudio hörst?

An welche Person denkst du bei dem Begriff Putzen?

An welche Person denkst du bei dem Begriff Krankenpflege?

An welche Person denkst du bei dem Begriff Elektronik?

Haben die Bilder deinen Vorstellungen entsprochen?

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Zusammenfassung

  • Unser Quiz hat gezeigt, dass viele Menschen Berufe und Tätigkeiten automatisch mit einem bestimmten Geschlecht verbinden. Deshalb haben wir bewusst das andere Geschlecht gewählt. Außerdem gibt es für manche Berufe keine oder nur wenig bekannte Begriffe für das andere Geschlecht. Beispiele dafür sind „Krankenschwester“ und „Krankenbruder“, „Hebamme“ und die männliche Hebamme sowie „Putzfrau“ und „Putzmann“ oder „Hausfrau“ und „Hausmann“. Das zeigt, dass Sprache und Rollenbilder unser Denken beeinflussen.
  • Quelle: bpb.de, Duden

Was ist Geschlechtergerechter Sprachgebrauch

Definition

  • Laut dem Duden bedeutet geschlechtergerechter Sprachgebrauch, dass Menschen aller Geschlechter sprachlich angesprochen werden. Dabei sollen nicht nur Männer und Frauen, sondern auch nichtbinäre Personen berücksichtigt werden.

Ein kleiner Versuch

  • Nenne spontan drei Schauspieler und schreibe sie in die Komentare

Sprache prägt unser Denken

Generisches Maskulinum

Zusammenfassung

  • Das generische Maskulinum ist eine Personen- oder Berufsbezeichnung in der grammatisch männlichen Form. Generisch ist ein allgemeingültiger Oberbegriff. Beispielsweise wird eine Personengruppe, die sich aus allen Geschlechtergruppen zusammensetzt, maskulin bezeichnet. Zur Rechtfertigung der Allgemeingültigkeit wird behauptet, das Wort habe keinen Sexus (Sexus ist der lateinische Begriff für „Geschlecht“ und bezeichnet das biologische Geschlecht von Lebewesen). Es nutze einfach nur das maskuline Genus (Das maskuline Genus stammt aus dem lateinischen Wort „masculinus“ und ist das grammatikalische Geschlecht „Genus“ eines Substantivs oder Nomens. Im Deutschen wird es zum Beispiel durch den Artikel „der“ gekennzeichnet). Maskuline Personenbezeichnungen seien angeblich kürzer und deshalb praktischer. Jedoch ist es lediglich ein Sprachgebrauch, der zunehmend so nicht mehr funktioniert.
  • Quelle: Genderleicht.de
  • Aufgerufen am 27.5.2026

Warum ist das Generische Maskulinum ein Problem

  • Das generische Maskulinum wird von vielen Menschen als Problem angesehen, weil männliche Wörter wie „Studenten“ oder „Ärzte“ oft verwendet werden, obwohl Menschen aller Geschlechter gemeint sind. Studien zeigen, dass sich viele dabei zuerst Männer vorstellen. Dadurch können Frauen und andere Geschlechter weniger sichtbar wirken. Kritiker meinen deshalb, dass das generische Maskulinum dazu beitragen kann, dass bestimmte Berufe oder Rollen eher mit Männern verbunden werden. Andere finden dagegen, dass diese Sprachform praktisch ist und schon lange als allgemeine Bezeichnung für alle Menschen verwendet wird. Deshalb wird bis heute darüber diskutiert, welche Form der Sprache am besten geeignet ist.
  • Quelle: Genderleicht.de
  • Aufgerufen am 18.06.2026

Möglichkeiten des Genderns

Formen

    • Gendersternchen: Schüler*innen
    • Doppelpunkt: Schüler:innen
    • Paarform: Schülerinnen und Schüler
    • NEUTRALE Form: Lernende
    • Binnen-I: SchulerIn
  • Quellen: Uni Leipzig, Uni Münster, am 27.05.2026
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Formulierungsmöglichkeiten beim Gendern

  • - Passive Konstruktionen:(z.B. „Es wurde entschieden“ statt „Der Chef entschied“).
  • - Geschlechtsneutrale Begriffe: Substantive, die kein spezifisches Geschlecht unterstellen (z.B. Lehrkraft, Schülerschaft).
  • - Pluralformen: Nutzung substantivierter Partizipien im Plural (z.B. Lehrende, Studierende).
  • - Unbestimmt Fürwörter:Verwendung von Indefinitpronomen ( z.B. wer, alle, niemand)
  • Quellen: Uni Leipzig, Uni Münster, am 27.05.2026

Fazit

  • Beim Gendern gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber jede hat ihre Nachteile. Manche Formen sind schwer lesbar oder ungewohnt, andere machen Texte länger oder berücksichtigen nicht alle Geschlechter. Außerdem gibt es nicht für jeden Begriff eine passende geschlechtsneutrale Form. Deshalb wird weiterhin diskutiert, welche Art des Genderns am besten verständlich, praktisch und gerecht für alle Menschen ist.

Gendern in anderen Sprachen

Gendern auf Englisch

  • Ob Mann, Frau oder nicht-binär: In der englischen Sprache werden alle Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger als „nurse“ bezeichnet und alle Pilotinnen und Piloten als „pilot“.
  • Außerdem gibt es verschiedene nicht-binäre Pronomen wie zum Beispiel „they“ für eine genderneutrale Ansprache.
  • Früher wurde empfohlen, in der Anrede nicht mehr zwischen „Mrs“ (verheiratete Frau) und „Miss“ (unverheiratete Frau, Fräulein) zu differenzieren, da dies bei Männern in der Anrede „Mr“ auch nicht getan wird.
  • Quelle: Sprachprofis.de, Berlitz.com
  • Aufgerufen: 27.mai

Gendern auf spanisch

  • Man kennt im spanischen Sprachgebrauch nur zwei Artikel: „la“ (die) und „el“ (der).
  • Maskuline Personenbezeichnungen enden auf „o“, zum Beispiel „el ministro“ (der Minister). Die weiblichen Entsprechungen enden dann meist auf „a“: „la ministra.“
  • Es gibt aber auch neutrale Berufsbezeichnungen, bei denen sich nur der vorangestellte Artikel ändert.
  • Quelle: Berlitz.com
  • Aufgerufen: 27.mai

Gendern in öffentlichen Medien

NWZ (Türkis = nicht gegendert, Orange = gegendert)

NWZ (Gelb = nicht gegendert)

Fazit

  • In den untersuchten Artikeln der NWZ wurde nicht gegendert. Die Zeitung verwendet meist die traditionelle Schreibweise. Dadurch werden nicht alle Geschlechter ausdrücklich angesprochen.

Gendern im Hörspiel ,,Bibi Blocksberg‘‘

Fazit

  • Die Szene aus Bibi Blocksberg zeigt, dass das Thema Gendern schon in Kinderhörspielen vorkommt. Durch die Diskussion zwischen Barbara und Bernhard Blocksberg werden männliche und weibliche Berufsbezeichnungen gegenübergestellt. Dadurch werden schon Kinder auf die Bedeutung einer geschlechtergerechten Sprache aufmerksam gemacht.

Umfrage zum Thema Gendergerechter Sprachgebrauch im 5. und 9. Jahrgang

Hast du schon einmal von gendergerechter Sprache gehört?

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Begegnste du gendergerechte Sprache in der Schule?

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Welche Schreibweise findest du am einfachstenzu lesen?

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Wenn du „Die Schüler“ hörst, denkst du dann an…

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Wie findest du gendergerechte Sprache?

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Ist gendergerechte Sprache leicht oder schwer für dich zu verstehen?

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Fühlst du dich durch gendergerechte Sprache besser angesprochen?

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Wie oft fällt dir gendergerechte Sprache in öffentlichen Medien auf?

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Auswertung der Umfrage im 5. Jahrgang

Interwiev mit Herr Schoon

Interview mit Herr Schoon zum Thema Gendern